Der Richtige umgang mit der wärmequelle

Der Erhalt der natürlichen Körperinnentemperatur ist für unsere Patienten ein wichtiger Faktor während der medizinischen Betreuung in der Praxis/ Klinik. In einer Narkose, in der postoperativen Überwachungsphase oder im Schockzustand kann es zu einer drastischen Absenkung der Körpertemperatur kommen, die den Patienten gefährdet.

© Plan Shooting 2 / ImazinsGetty Images

Als Wärmequelle in der stationären Betreuung eignet sich eine Rotlichtlampe (Infrarotlampe) sehr gut. Im Lichtkegel kann sich der Patient wärmen. Er kann diesen aber auch jederzeit verlassen, wenn es ihm zu warm oder zu hell wird. Deshalb sollte das Lichtfeld nicht die gesamte Stationsbox ausfüllen, sondern immer ein unbestrahlter Rückzugsbereich vorhanden sein.

Um Verbrennungen und Austrocknung zu verhindern, sollte die Lampe von außen an der Stationsbox angebracht werden und ein Schutzgitter über der Lichtquelle montiert sein. Der für das jeweilige Modell angegebene Schutzabstand muss unbedingt eingehalten werden! Achtung: Bei leichtentzündlichen Materialien wie Decken aus künstlichen Fasern oder Einstreu (Heu/Stroh) in den Boxen besteht Brandgefahr.

Die regelmäßige Messung der Temperatur rektal mit einem Fieberthermometer ist ein absolutes Muss! Die Messintervalle sollten teamintern festgelegt und die Temperatur immer auf dem Stationsblatt/Narkoseprotokoll notiert werden. So kann eine Unterkühlung oder Überhitzung rechtzeitig erkannt und der Patient entsprechend behandelt werden.

Gut zu wissen

Während einer OP kommen spezielle Wärmematten zum Einsatz, die einen Überhitzungsschutz haben. Man sollte nicht unterschätzen, wie kühl der OP-Tisch aus Edelstahl ist und wie hoch der Wärmeverlust durch die verminderte Kreislauffunktion während einer Narkose. Neben anderen Überwachungsparametern ist die Körpertemperatur ein wichtiger Faktor für die Narkosesicherheit, die sich leicht überprüfen und regulieren lässt – auch ohne aufwändiges Gerätemonitoring!

Unser Tipp!

Infrarot-Wärmelampe für Ferkel, andere Jungtiere und thermolabile Patienten

• 8 Lüftungsschlitze für eine bessere Zirkulation
• Kabel: 5 m lang
• Bitte mitbestellen: Hartglas-Infrarotlampe

Achtung: Halte einen Mindestabstand zwischen Strahler und Einstreu von 60 cm ein!

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Sara Roller
TFA & freie Autorin
www.vettext.de
sara.roller@gmx.de