Snuggle Safe

Snuggle Safe

Wärmetherapie einfach angewandt

Das Snuggle-Safe-Heizkissen bietet sich zur Wärmetherapie für Hunde, Katzen und kleine Heimtiere an. Es speichert die Wärme über 12 Stunden und ist dabei einfach in der Anwendung.

Abb.1 | Nach Stabilisierung der Temperatur einfach das Snuggle Safe in der dafür vorgesehenen Hülle verstauen und am Lieblingsplatz des Tieres ablegen.
© iStock.com/kovaciclea/520739532

Das Heizkissen kühlt in den ersten 3 Stunden normal ab, stabilisiert sich bei etwa 52 °C und speichert die Temperatur für 5 Stunden, bevor es weiter abkühlt. Es eignet sich für unsere Haustiere, da es frei von Drähten, Steckern oder elektrischen Anschlüssen ist.

Wir empfehlen Dir, das Snuggle-Safe-Heizkissen …

  • unter Aufsicht nach den Empfehlungen des Herstellers in einer sauberen Mikrowelle zu erwärmen,
  • es anschließend noch 1 Minute in der Mikrowelle liegen zu lassen, damit sich die Temperatur des Kissens stabilisieren kann,
  • es mit einem passenden Bezug zu versehen oder
  • zwischen Tier und Heizkissen einen Schutzbezug, z.B. eine Decke, zu legen und
  • das Kissen so zu positionieren, dass der Patient jederzeit ausweichen kann, wenn es ihm zu warm wird.

TIPP

Achtung, das Heizkissen ist sehr heiß, wenn Du es aus der Mikrowelle holst. Deshalb empfehlen wir Dir, Topfhandschuhe oder -lappen zu benutzen.

Es ist wichtig zu wissen, dass das Snuggle-Safe-Heizkissen nicht

  • länger als vom Hersteller empfohlen in der Mikrowelle verbleiben darf, sonst besteht die Gefahr einer Überhitzung des Kissens und derVerletzung des Patienten.
  • indirekten Kontakt mit dem Tier kommen darf, sondern immer mit einem Schutzbezug versehen sein muss.
  • für narkotisierte oder bewusstlose Tiere angewendet werden darf. Die Tiere können nicht auf unangenehme Wärmereize reagieren und der Wärmequelle ausweichen. Es besteht daher die Gefahr von Verbrennungen. Aus diesem Grund bietet es sich auch nicht für Tiere mit Sensibilitätsstörungen an, z.B. Hunde mit einem Bandscheibenvorfall, einem Rückenmarksinfarkt oder einer Erkrankung mehrerer Nerven (Polyneuropathie).
  • vom Patienten angenagt werden sollte.
  • erneut erwärmt werden darf, bevor es vollständig abgekühlt ist.

Unser Tipp!

Wärmeplatte Snuggle Safe

10 Stunden wohlige Wärme aus der Mikrowelle. 

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Jennifer Nehls
Pressebüro für Human- und Tiergesundheit
tfa@drjennifernehls.de


Zecken

Zecken

RICHTIG ENTFERNEN

Zecken sind gefährliche Krankheitsüberträger, die es so schnell wie möglich von Hund und Katze zu entfernen gilt. Je länger sie Blut saugen, desto höher ist das Risiko, dass sie mit dem Speichel Krankheiten übertragen. Wir raten daher zu einer guten Prophylaxe.

Abb.1 |  Am besten ist es, die Zecke direkt zwischen ihrem Kopf und der Haut des Tieres zu fixieren.
© iStock.com/Eraxion/116047887

TIPP

Du kannst dem Besitzer raten, seinen Vierbeiner nach jedem Spaziergang oder Aufenthalt im Freien auf Zecken abzusuchen.

Wir empfehlen Dir die Zecke …

  • mithilfe einer Pinzette oder Zeckenzange zu entfernen,
  • sie dazu so nahe wie möglich an der Haut von Hund und Katze zu fixieren (Abb. 1),
  • sie vorsichtig, möglichst gerade herauszuziehen, ohne sie dabei zu quetschen und
  • zu prüfen, ob Du sie vollständig entfernt hast.

Ihr werdet erleben, dass Hundehalter nach Gesundheitsbescheinigungen, die erblich bedingte Erkrankungen ausschließen, fragen. Das ist selbst bei „unbedenklichen“ Rassen ein Wagnis, zumal Tierärzte Gesundheitszeugnisse ausstellen sollen, für die keine verbindlichen Richtlinien gelten. Die Fachgruppe Kleintierpraxis des Bundesverbands praktizierender Tierärzte (bpt) e. V. (tieraerzteverband.de) hat dazu in Kooperation mit dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) e. V. ein Formular entworfen. Wichtig ist bei Euren Gesundheitszeugnissen, dass drinsteht, dass sie nur auf klinischen Untersuchungen basieren.

Gut zu wissen

Informiert den Besitzer gerne darüber, dass Flüssigkeiten wie Öle, Nagellack oder Klebstoffe nicht zum Entfernen einer Zecke geeignet sind. Sie führen
zu einer panikartigen Entleerung des Mageninhalts der Zecke und damit zu einer Übertragung von Infektionserregern.

Jennifer Nehls
Pressebüro für Human- und Tiergesundheit
tfa@drjennifernehls.de


Dehydration

Dehydration

Wie du ausgetrocknete Patienten erkennst und erste Behandlungsschritte einleitest

Dehydratation bedeutet Austrocknung des Körpers durch einen Flüssigkeitsverlust.
Synonyme: Dehydrierung, Dehydratisierung oder Dehydration. Den Zustand starker Austrocknung des Organismus bezeichnet man als Exsikkose.

Abb. 1 | Deine Patienten können Dir nicht sagen, ob sie ein vermehrtes Durstgefühl haben.
© MarioGuti/ E+/ Getty Images

Ursachen für eine Dehydratation können u.a. sein:

  • zu geringe Trinkwasseraufnahmebei hohen Temperturen oderstarker körperlicher Belastung,
  • Erbrechen und/ oder Durchfall,
  • chronische Erkrankungen wieDiabetes mellitus oder Niereninsuffizienz
  • Polyurie,
  • Anorexie,
  • Fieber,
  • Blutverlust,
  • übermäßiges Hecheln

Deshalb ist es wichtig, immer den Vorbericht des Besitzers inklusive Trinkmenge zu erfragen.


TIPP

Denkt daran, Euch erzählen die Kunden häufig mehr als dem Tierarzt. Leitet Euren Vorbericht unbedingt an den behandelnden Tierarzt weiter. Details können einen großen Unterschied machen!


Wie erkennst du ein dehydriertes Tier?

Bei der Untersuchung fallen Dir je nach Grad der Austrocknung auf:

  • pappige, blasse Schleimhäute,
  • reduziertes Allgemeinbefinden,
  • Lethargie,
  • Apathie,
  • Bewusstseinsstörungen von Versiertheit bis zu Bewusstlosigkeit
     

Bestimmung des Hautturgos

Eine wichtige Methode, um das Stadium der Austrocknung zu bes- timmen, ist die Beurteilung des Spannungszustands der Haut durch die Bildung einer Hautfalte mit zwei Fingern. Je länger die Falte stehen bleibt und je langsamer sie verstreicht, desto höher der Grad der Dehydration. Für eine noch genauere Einschätzung werden außer- dem Blut- und Harnuntersuchungen durchgeführt. Für Dich bedeutet das in der Behandlungsassistenz, dass Du bereits alle Vorbereitungen für eine Blutentnahme bzw. das Legen eines Venenzugang treffen kannst.

Flüssigkeitsverluste müssen wieder ausgeglichen werden, in den meisten Fällen mit einer Infusionstherapie. Den Flüssigkeitstherapieplan erstellt in der Regel der behandelnde Tierarzt. Für die Überwachung empfiehlt sich die Verwendung einer Infusionspumpe, denn hier kannst Du Zeit und Volumen genau einstellen.

Austrocknungswerte in %Symptome
< 5keine Symptome
5-8leichte Hautfalte,
leichter Anstieg der KFZ (kapilläre Füllungszeit),
klebrige Schleimhaut,
3. Augenlid sichtbar
8-10deutliche Hautfalte,
eingesunkene Augen,
verlängerte KFZ
10-12Hautfalte bleibt stehen,
Oligurie (Harn < 0,5ml/kg/h),
Schock
> 12Progessiver Schock,
Koma,
Tod
Tabelle | Klinische Anzeichen: Nützliche Tipps, die Deine Behandlung unterstützen können.

Sara Roller
TFA & freie Autorin
www.vettext.de
sara.roller@gmx.de


Pfotenschutz

Pfotenschutz

Wie Ihr empfindliche Pfoten richtig schützt

Die vier Pfoten Eurer Patienten sind im Alltag großen Strapazen ausgesetzt. Wir zeigen Euch, was Ihr über die Pfotenpflege wissen müsst und welche Tipps Ihr weitergeben könnt.

© Pixabay

Die Hunde-/ Katzenpfote lässt sich unterteilen in: Krallen, Ballen und Zwischenzehenräume. Sie dienen u.a. der Fortbewegung, der Stoßdämpfung, der Bodenhaftung und der Wahrnehmung.

Krallen wachsen ständig weiter und sollten daher regelmäßig gekürzt werden. Ob mit Feile, Dremel oder Krallenzange kommt auf das Tier und seinen Zweibeiner an. Am besten erklärt Ihr alle Möglichkeiten und deren Vor- und Nachteile (Geräusche, Dauer, Kasten). Oder Ihr bietet an, das Kürzen der Krallen für Eure Patienten direkt vor Ort durchzuführen.

Gut zu wissen

Eingewachsene Krallen verursachen Verletzungen und Schmerzen und sollten professionell versorgt werden. Auch übermäßig lange Krallen können zum Gesundheitsrisiko werden, wenn sie z. B. zu Fehlstellungen der Gelenke führen.

Mythos: “Mein Tier leckt sich die Wunde selbst sauber.”

Die Aussage kannst du schnell und einfach mit zwei Argumenten entkräften, ohne dem Tierhalter nahe zu treten:

  • Durch die Manipulation mit der rauen Zunge und den scharfen Zähnen kann sich die Wunde verschlimmern
  • Zusätzlich können Keime aus der Maulhöhle in die Wunde gelangen und zu einer Infektion führen

Bei allen Wunden an den Pfoten gilt deshalb: Leckschutz! Ob mit Halskragen, Verband oder Pfotenschutzschuh, entscheidet Ihr je nach Situation und Patient.

Im Sommer sind die Pfoten großer Hitze ausgesetzt und Ihr werdet vermehrt Verbrennungen an den Ballen sehen, die medizinisch versorgt werden müssen. Auch Schnittverletzungen durch Glasscherben in der Natur kommen dann besonders häufig vor. Trockene Böden können zu rissigen Ballen führen.

Genau wie im Winter, wenn die Pfoten Schnee, Eis und Streusalz ausgesetzt sind. Die Ballen pflegt man am besten mit einer reichhaltigen Pfotenschutzsalbe. Ihr könnt bestimmt ein gutes Produkt empfehlen.

Unser Tipp!

Tierarzt24 Mediboot

Wasserabweisender und atmungs- aktiver Hundeschutzstiefel

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Sara Roller
TFA & freie Autorin
www.vettext.de
sara.roller@gmx.de


Shampoo

Shampoo

HUNDE RICHTIG BADEN

Du fragst Dich, was man beim Baden eines Hundes eigentlich falsch machen kann? Du wirst sehen, Tierbesitzern unterläuft in der Praxis dabei so manch unbeabsichtigter Fehler. Was für Dich zum Arbeitsalltag gehört, ist vor allem für unerfahrene Hundehalter noch Neuland … Sie werden Dir für eine konkrete Anleitung zum „richtigen Shampoonieren” ihres Hundes dankbar sein!

Abb.1 | Neu in der TierSchHuV sind die Ausstellungen und sonstige Hundeveranstaltungen. Zulassung regelt das örtlich zuständige
© Obradovic/E+/Getty Images

Vor allem bei der medizinischen Anwendung eines Shampoos ist es wichtig, dass es die volle Wirkung entfalten und die Hauterkrankung gut abheilen kann. Du solltest mit den Produkten, die in Deiner Praxis/Klinik angewendet werden, vertraut sein und die Einwirkzeit der Shampoos kennen. So kannst Du bei der Beratung glänzen.

Beschränke Dich am besten auf die drei wichtigsten Punkte:

  • Anwendungshinweise:Das Shampoo gründlich einmassieren, dann die Einwirkzeit abwarten (!), anschließend gründlich mit handwarmem Wasser ausspülen (Abb. 1). Die Behandlungsintervalle sollten vom Tier- arztverordnet werden, z.B. 1-mal wöchentlich.
  • Sicherheitshinweise: Das Gesicht unbedingt aussparen,da es sonst zu Reizungen der empfindlichen (Schleim-)Hautpartien kommen kann. Bei langhaarigen Hunden kann es nötig sein, dass Fell vorher zu kürzen, damit die Wirkstoffe bis auf die Haut gelangen können. Das Rasieren mit der Schermaschine bzw. das Kürzen des Felles mit einer stumpfen Schere sollte von Euch in der Praxis übernommen werden, um Schnittverletzungen zu vermeiden.
  • Pflegehinweise: Föhnen trocknet die Haut zusätzlich aus, deshalb sollte das Fell lieber „lufttrocknen”, am besten in einer warmen Umgebung ohne Zugluft. Kuschelige Mikrofaser-Handtücher oder ein Bademantel bringen beim Abtrocknen ein bisschen Wellness-Feeling!

Gut zu wissen

Einige Hauterkrankungen gehören zu den sogenannten „Zoonosen”, das sind auf den Menschen übertragbare Krankheiten. Darauf sollten die Besitzer unbedingt hingewiesen werden. Sie sollten beim Baden Handschuhe tragen.

Sara Roller
TFA & freie Autorin
www.vettext.de
sara.roller@gmx.de